Hüfttotalendoprothese
Bereits ab dem 25. Lebensjahr kommt es aufgrund des abnehmenden Wassergehaltes des Knorpels zu einer kontinuierlichen Abnützung der Gelenkflächen der Hüfte (Coxarthrose). Das häufigste Symptom ist der Leistenschmerz, welcher bis auf den Oberschenkel ausstrahlt. Bemerkbar macht sich der Schmerz oft nur nach langer Belastung, im weiteren Verlauf aber auch als Anlaufschmerz und Ruheschmerz, gefolgt von Bewegungseinschränkung. Diese führt dazu, dass die das Hüftgelenk umgebende Muskulatur sich verkürzt und schwindet.
Sind die Beschwerden durch konservative Maßnahmen wie Physiotherapie, Infiltrationen und medikamentöse Schmerztherapie nicht zu bessern, kann das Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenkes notwendig werden.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange hält ein neues Hüftgelenk?
Ergebnisse großer Studien belegen, dass die Haltbarkeit der Prothesen im Normalfall bei mindestens 15 Jahren liegt.
Nach der OP in die Reha?
Bereits am ersten Tag nach der Operation können die ersten Schritte mit Stützkrücken unternommen werden. In den meisten Fällen führt eine ambulant durchgeführte Physiotherapie dazu, dass der Patient rasch wieder seinem gewohnten Tagesablauf nachgehen kann. Bei Bedarf kann ein stationärer Rehabilitationsaufenthalt erfolgen.
Wann kann ich wieder arbeiten?
Bürotätigkeiten können bereits 3 Wochen nach der OP wieder aufgenommen werden, schwerere körperliche Arbeiten frühestens nach 6 Wochen.
Sport mit künstlichem Hüftgelenk?
Die Rückkehr in die bereits vor der Operation ausgeübte sportliche Tätigkeit ist zumeist unbedenklich. Bereits nach drei Wochen können „low impact“ Sportarten wie Schwimmen und Radfahren wiederaufgenommen werden. Nach der klinisch-radiologischen Kontrolle nach drei Monaten sind in der Regel fast alle sportlichen Tätigkeiten in hüftangepasster Form wieder möglich.



